Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagHannover Rück setzt auf höhere Preise

12.09.2022, 10:13 Uhr

Die Hannover Rück pocht in den anstehenden Gesprächen über die Erneuerung der Verträge mit den Erstversicherern wie die Konkurrenz auf höhere Preise. "Vor dem Hintergrund eines Trends zu teureren Großschäden" seien Preiserhöhungen und verbesserte Konditionen in der Schaden-Rückversicherung zu erwarten, sagt Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz. Die sprunghafte Inflation treibe die Kosten für die Begleichung der Schäden in die Höhe. Bei Naturkatastrophen-Deckungen habe sich das bereits in diesem Jahr in den Preisen niedergeschlagen, nun müssten auch andere Sparten wie die Kfz-Versicherung folgen.

"Die Inflationsraten sind in vielen Regionen so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zusammen mit dem Krieg in der Ukraine und der nach wie vor nicht besiegten Pandemie befeuert dies den langjährigen Trend zu immer höheren Belastungen für Erst- und Rückversicherer", sagte der Chef des weltweit drittgrößten Rückversicherers. Das Branchentreffen "Rendezvous de Septembre", das am Sonntag in Monte Carlo begonnen hatte, markiert den Auftakt der Verhandlungen mit den Erstversicherern und Maklern für den Abschluss neuer Verträge zum 1. Januar 2023. Ähnlich wie Hannover Rück hatten sich vorher die Branchenführer Münchener Rück und Swiss Re geäußert.