Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagHarley-Davidson-Anleger flüchten vor Trump

25.06.2018, 17:28 Uhr
Harley-Davidson
(Foto: picture alliance/dpa)

Sie ist so amerikanisch wie Baseball, die Freiheitsstatue und Cheeseburger. Trotzdem macht Harley-Davidson nun etwas, was US-Präsident Donald Trump gar nicht gefallen dürfte: Sie verlagert einen Teil ihrer Produktion ins Ausland. Noch weniger begeistert dürfte Trump von dem Grund dafür sein. Die Motoradfirma flüchtet vor den Vergeltungszöllen auf US-Produkte, die die EU in Reaktion auf Trumps Stahlzölle verhängt hat. Der Präsident hat mit seinem Handelskrieg also eine der traditionsreichsten US-Firmen quasi aus dem Land gejagt.

Denn wegen der höheren Zölle erwartet Harley-Davidson Mehrkosten von 30 bis 45 Millionen US-Dollar für 2018 sowie 90 bis 100 Millionen Dollar jährlich. Anstatt die Preise zu erhöhen, will der Motoradbauer die Produktion innerhalb der nächsten 18 Monate teilweise ins Ausland verlagern. Den Anlegern der Aktie gefällt das ebenso wenig wie Trump. Das Papier bricht um rund 5,0 Prozent ein.