Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagHarter Brexit? RBS transferiert vorsorglich Vermögenswerte

06.12.2018, 16:42 Uhr
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(Foto: REUTERS)

Es gibt nicht nur Trump, Huawei und Italien - auch der Ausstieg Großbritanniens aus der EU belastet die internationalen Märkte. Im Vereinigten Königreich bereitet man sich auf einen möglicherweise harten Brexit vor. So bereitet die Royal Bank of Scotland (RBS) den Transfer von 13 Milliarden Pfund Sterling an Vermögenswerten und Verpflichtungen an die eigene Tochter in den Niederlanden vor. Die Transaktion soll Anfang März 2019 geschehen, teilte das Geldinstitut mit.

Rund 30 Prozent der Kunden der Investmentbankingsparte NatWest sollen der niederländischen Tochter übergeben werden. Bestehende Transaktionen sollen ab dem 4. März übertragen werden, falls der plötzliche Verlust des Marktzugangs zur Europäischen Union drohe. RBS will bei dem Transfer flexibel bleiben, so dass die Bank auf politische Entwicklungen rund um das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU Ende März reagieren kann. Die RBS hat allerdings ein stark Inland-bezogenes Geschäft und wäre weit weniger von einem Brexit betroffen als Wettbewerber.

Vergangene Woche hatte der Branchenverband Frankfurt Main Finance die Prognose ausgegeben, dass London bis zu 800 Milliarden Pfund an Vermögenswerten bis März verlieren könnte. 30 Banken und Finanzunternehmen hätten ihren neuen EU-Hauptsitz in der Mainmetropole gewählt.