Der Börsen-TagHighnoon in Alaska
Nach einem schwierigen Wochenstart winkt dem Dax doch noch ein Wochengewinn. Der deutsche Börsenleitindex schloss gestern 0,8 Prozent fester mit 24.378 Punkten.
Neben den Spekulationen über eine Anfang September anstehende Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die die Wall-Street-Indizes zum Teil auf neue Rekordstände geführt hatten, dürften Anleger heute ihre Blicke vor allem in Richtung USA und Alaska richten. Der Grund: US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin wollen bei einem bilateralen Gipfel in Alaska über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs beraten. Die Zusammenkunft in der Stadt Anchorage soll nach russischen Angaben um 11.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) beginnen. Vorgesehen sei ein Einzeltreffen von Trump und Putin, nur begleitet von Übersetzern. Später werde es eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Die Ukraine und ihre europäischen Partner sorgen sich, es könnten Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zufolge hat Trump sich zu einer Beteiligung der USA an Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereiterklärt.
"Die Erwartungen sind hoch, und die Börsen dürften bereits ein sehr positives Szenario eingepreist haben", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Bis allerdings die wirtschaftlichen Auswirkungen eines positiven Treffens sichtbar würden, sieht Altmann noch viel Zeit vergehen, da dies vor allem im Zuge des Wiederaufbaus der Ukraine der Fall sein werde.