Der Börsen-TagIG Metall: ein Viertel der Betriebe mit massiven Problemen
Die Corona-Krise hat nun auch die IG Metall auf den Plan gerufen: Die Gewerkschaft sieht jeden vierten Betrieb in ihrem Organisationsbereich in massiven Liquiditätsproblemen. 10 Prozent mit zusammen rund 130.000 Beschäftigten hätten bereits aktuell erhebliche Engpässe, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Weitere 15 Prozent der Betriebe bekämen in den kommenden vier bis sechs Wochen massive Zahlungsprobleme. Dann wären fast 250.000 Beschäftigte betroffen.
Die Gewerkschaft fürchtet, dass strategische Zulieferer insbesondere der Autoindustrie unter Wert an Spekulanten verkauft werden könnten. Bei Eigenkapitalschwäche müssten der geplante Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik sowie weitere Geldgeber eingreifen. Die IG Metall sei im Gespräch mit Banken und Investoren, derartige Betriebe über Fonds als "bester Eigentümer" zu übernehmen.