Der Börsen-TagIfo-Geschäftsklima hellt sich auf - "Aufschwung bleibt blutleer"

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich im Juli erneut verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 88,6 Punkte, nach 88,4 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten allerdings mit einem etwas kräftigeren Anstieg auf 89,0 Punkte gerechnet. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate wurden einen Tick positiver bewertet, die aktuelle Geschäftslage ebenso. "Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft bleibt blutleer", kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest die Entwicklung. Der Auftragsentwicklung in der Industrie fehle es weiterhin an Schwung.
Und hier noch einen Stimme dazu: "Die Unternehmen hängen irgendwie in den Seilen", meine Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe: "Von Aufbruchsstimmung gibt es weiterhin keine Spur, das Signal deutet auf ein Weiter-so hin. Bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage herrscht unverändert Tristesse. Die gestiegenen Geschäftserwartungen müssen sich erst noch bewahrheiten. Sie erscheinen zudem brüchig, sollte der US-Basiszoll von zehn Prozent im August deutlich steigen. Für klare Konjunkturaussichten ist es deshalb wichtig zu wissen, wie es mit den Zöllen weitergeht."