Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagIfo sieht Großbritannien als größten Brexit-Verlierer

08.12.2020, 12:28 Uhr

Der Brexit trifft Großbritannien laut einer Daten-Auswertung des Münchner Ifo-Instituts wirtschaftlich wesentlich härter als die EU. "Beide Seiten verlieren beim Brexit, nur das Vereinigte Königreich eben deutlich mehr. Ein Handelsabkommen ab 1. Januar liegt im beiderseitigen Interesse", sagt Ifo-Außenhandelsexpertin Lisandra Flach. Im Jahr 2019 wickelte Großbritannien den Angaben zufolge 50 Prozent seiner Importe und 47 Prozent seiner Exporte mit der EU ab. Damit ist die Europäische Union der größte Markt für die Briten. Für die EU hingegen ist Großbritannien im Handel weniger relevant: Im Jahr 2019 gingen nur 4 Prozent der Exporte dorthin und 6 Prozent kamen von der Insel. "In allen europäischen Ländern sind nur wenige Güter in hohem Maße von Importen aus dem Vereinigten Königreich abhängig. Daher wird der Anstieg der Handelskosten durch den Brexit für die Unternehmen in den 27 EU-Ländern eine wesentlich geringere Auswirkung haben als für die Unternehmen auf der Insel zu erwarten ist", sagte Flach.

Quelle: ntv.de