Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagImmobilienweise schlagen Alarm - Wohnungsbau in "tiefgreifender Krise"

11.02.2025, 10:43 Uhr
Die-Mieten-in-Deutschland-sind-auch-in-den-letzten-drei-Monaten-2024-erneut-gestiegen-teilweise-sogar-kraeftig
Die Mieten werden vor allem in den Ballungsräumen weiter steigen. (Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ZB)

Wegen der Flaute am Wohnungsbau dürfte die Zahl neuer Wohnungen nach Ansicht der sogenannten Immobilienweisen immer stärker sinken. Für dieses Jahr sei nur mit 230.000 neuen Einheiten zu rechnen, heißt es in dem Frühjahrsgutachten des Expertengremiums. 2023 waren es noch 294.000 und im vorigen Jahr den Schätzungen zufolge 260.000 - und damit weit weniger als die von der Bundesregierung ursprüngliche angestrebte Marke von 400.000.

"Der Wohnungsbau in Deutschland steckt in einer tiefgreifenden Krise." Die Schere zwischen hohem Bedarf an Wohnungen und geringer Bautätigkeit sei groß. "Die Lage der Immobilienwirtschaft lechzt nach einem politischen Reboot", sagte die Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Iris Schöberl. Man müsse sich vom Routine-Modus verabschieden. Der Mangel an Wohnraum verschärfe sich in vielen Städten weiter - "mit weitreichenden Konsequenzen für die Mieten und Immobilienpreise", schreiben die Experten. Mieten vor allem in begehrten Stadtlagen dürften weiter steigen.

Quelle: ntv.de