Der Börsen-TagInflation im Euroraum steigt kräftig wegen Energiepreisen
Die Verbraucherpreise sind im Euroraum sind im März im Vergleich zum Vorjahresmonat voraussichtlich um 2,5 Prozent gestiegen. Damit lag die Inflation 0,6 Prozentpunkte höher als im Februar, wie das EU-Statistikamt Eurostat mit Sitz in Luxemburg in einer ersten Schätzung mitteilte. Grund für den starken Anstieg sind die gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Volkswirte hatten allerdings einen monatlichen Preisanstieg um 1,2 Prozent und eine Jahresteuerungsrate von 2,7 Prozent prognostiziert.
"Das bisherige preisstabile Umfeld sagt Tschüss, Inflation ist wieder das Thema", meinte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe: "Die Inflationsrate schießt wegen des exogenen Schocks durch den Iran-Kriegs deutlich nach oben. Mit Rohöl, Gas, Düngemitteln, Helium und anderen liegen jetzt gewichtige Preistreiber vor. Wichtig ist, dass der Inflationsschmutz nicht in der Kernrate ankommt. Selbst bei einem bald endenden Krieg wird die Inflationsrate länger erhöht bleiben. Minen in der Straße von Hormus sind zu räumen und Produktionsanlagen zu reparieren. Eine Normalisierung der Energiepreise wird deshalb nur zögerlich einsetzen. Sobald Zweitrundeneffekte klarer drohen, wird die EZB die Leitzinsen anheben. Bei einem länger anhaltenden Krieg wird der Rohölpreis für einen nochmaligen Inflationsschub sorgen."