Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagInflationssorgen ziehen asiatische Börsen nach unten

05.10.2021, 09:19 Uhr

Die asiatischen Anleger haben heute reihenweise ihre Aktien aus den Depots geworfen. Vor allem der Anstieg des Ölpreises auf ein Drei-Jahres-Hoch verschreckte die Investoren. Die Zusicherung der großen Erdöl-Förderländer, trotz des Preisdrucks die Ausweitung der Förderquoten nicht zu beschleunigen, trieb zum Wochenauftakt den Ölpreis an.

Zudem bereitete die Entwicklung bei dem taumelnden Immobilienkonzern China Evergrande weiterhin Sorge. Anleger warteten auf Hinweise, dass der Verkauf von Vermögenswerten dem Konzern eine Atempause verschafft. Der Handel mit den Aktien des Unternehmens blieb den zweiten Tag in Folge ausgesetzt.

In Tokio gab der Nikkei 2,2 Prozent auf 27.822 Punkte nach. "Man hat das Gefühl, dass die Annahme der Anleger, die Inflation sei nur vorübergehend und die Erträge würden sich weiter erholen, bröckeln könnte", sagte Masayuki Doshida, Marktanalyst bei Rakuten Securities. Auf die Stimmung drückte Marktteilnehmern zufolge auch der Vorschlag des neuen japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida, die Steuer auf Kapitalerträge zu erhöhen.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gab rund ein Prozent nach. In Südkorea ging es zwei Prozent nach unten. Der Index in Hongkong lag dagegen leicht im Plus, weil Energiekonzerne aufgrund der steigenden Ölpreise zulegten. Die Börsen auf dem chinesischen Festland blieben feiertagsbedingt geschlossen.