Der Börsen-TagInstitut: 20 Prozent mehr Insolvenzen im März
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland hat sich nach Angaben des IWH-Instituts im März infolge der Corona-Krise erhöht. Demnach wurden 870 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilt. Das seien gut 20 Prozent mehr als im Vormonat und ähnlich viele wie ein Jahr zuvor. Die Zahl der von Großinsolvenzen betroffenen Jobs sei mit knapp 8000 in etwa konstant geblieben. Die Daten basieren etwa auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte.
Demnach deute sich seit Februar ein starker Anstieg bei den Insolvenzen von Kleinstunternehmen und Selbstständigen an. Neben dem anhaltend schwierigen Pandemiegeschehen sei ein weiterer möglicher Grund für diesen Anstieg der seit 1. Januar 2021 erleichterte Zugang zur Restschuldbefreiung auch für Selbstständige. Diese Gesetzesänderung verringere für die Betroffenen die negativen Konsequenzen einer Insolvenz.