Der Börsen-TagInstitut rechnet mit anhaltendem Realeinkommensverlust

Wegen der gestiegenen Gas- und Ölpreise entstehen der deutschen Volkswirtschaft anhaltende Verluste in Milliardenhöhe. Für das laufende Jahr sei von einem Realeinkommensverlust von 64 Milliarden Euro auszugehen, erklärte das Münchener Ifo Institut: "Das sind 1,8 Prozent der Wirtschaftsleistung." Mit den Verlusten aus dem vergangenen und zu erwartenden Einbußen im kommenden Jahr summierten sich diese auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung eines Jahres.
Die Ifo-Experten siedeln das Ausmaß der aktuellen Krise zwischen den beiden Ölpreiskrisen der 1970er-Jahren an: "Die erste Ölpreiskrise 1973/74 beziffern wir auf minus 1,5 Prozent", erklärte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen. Während der zweiten Ölpreiskrise von 1979 bis 1981 sei der Realeinkommensverlust mit vier Prozent der Wirtschaftsleistung höher ausgefallen.