Der Börsen-TagInternationale Energieagentur rechnet mit geringerer Öl-Nachfrage
Weniger Bedarf an Öl in China wird die weltweite Nachfrage nach dem fossilen Brennstoff in diesem Jahr nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) bremsen. In ihrem aktuellen Monatsbericht bestätigte die IEA zwar ihre Prognosen für die tägliche Ölnachfrage 2022 und 2023 mit 99,7 und 101,8 Milliarden Barrel, senkte aber ihre Vorhersage für das Wachstum der täglichen Nachfrage um 100.000 auf 2,0 Millionen Barrel. Die Prognose des Nachfragewachstums 2023 wurde mit 2,1 Millionen Barrel bestätigt.
Die IEA senkte ihre Prognosen für die chinesische Ölnachfrage in diesem Jahr um 400.000 auf 15 Millionen Barrel pro Tag - 420.000 Fass weniger als im vergangenen Jahr. Die Vorhersage für 2023 wurde um 300.000 auf 16 Millionen Barrel zurückgenommen. Chinas Wirtschaft, die zweitgrößte der Welt, erweist sich in Bezug auf die Ölnachfrage als globaler Nachzügler. In anderen Ländern ist die Ölnachfrage trotz hoher Inflation, steigender Zinsen und nachlassendem Wirtschaftswachstum erstaunlich robust geblieben. Die Ölnachfrage in den USA erweist sich laut IEA als stärker als erwartet, und auch im Nahen Osten ist die Nachfrage stark, da die hohen Temperaturen zu einer überdurchschnittlichen Nachfrage nach ölbefeuerter Stromerzeugung führen.