Der Börsen-TagItaliens Bankenmarkt wird durchgewirbelt
Banca Monte dei Paschi di Siena geht im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch den großen Rivalen Intesa Sanpaolo in die Offensive. Monte dei Paschi legte gleichzeitig Übernahmeangebote im Wert von zusammen 34 Milliarden Euro für die norditalienische Banco BPM und die Banca Generali vor, die mehrheitlich dem gleichnamigen Versicherungskonzern gehört. Vorstandschef Luigi Lovaglio will damit die als feindlich erachtete, 36 Milliarden Euro schwere Übernahme durch Intesa verhindern.
Das Management wehrt sich seit Juni gegen den Vorstoß, und auch die Regierung von Giorgia Meloni sieht ihn skeptisch, weil er den Wettbewerb auf dem italienischen Bankenmarkt beeinträchtigen könnte. Intesa ist schon jetzt die größte Bank des Landes, noch vor UniCredit. Monte dei Paschi (MPS) hatte im vergangenen Jahr bereits die Mediobanca geschluckt. Mit den beiden weiteren Übernahmen entstünde laut MPS Italiens drittgrößte Bank mit einer addierten Bilanzsumme von 466 Milliarden Euro. MPS erhofft sich daraus Synergien von rund 2,6 Milliarden Euro.