Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Italiens Notenbankchef schlägt Alarm

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Ignazio Visco.

(Foto: REUTERS)

Der ungelöste Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission ruft den Staatschef und die Notenbank in Rom auf den Plan. "Der Wachstumsunterschied zwischen Italien und dem Rest des Euroraums ist ein strukturelles Problem, das nicht durch die Geldpolitik oder eine Ausweitung des Staatshaushalts gelöst werden kann", sagte Zentralbankchef Ignazio Visco. Die hohe Staatsschuld Italiens, rund 130 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, bezeichnete er  zwar als nachhaltig. Jedoch müsse alles dafür getan werden, dass das auch so bleibe.

Viscos Kritik richtet sich unmittelbar an die Regierung aus rechtspopulistischer Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung. Sie wollen die Neuverschuldung in den kommenden Jahren entgegen früherer Absprachen mit der EU ausweiten

Visco sagte, der jüngste Anstieg der italienischen Finanzierungskosten an den Märkten koste das Land mehr als fünf Milliarden Euro - soweit die stark gestiegenen Renditen für Staatsanleihen nicht wieder schnell zurückgingen. Präsident Sergio Mattarella mahnt derweil, ein "ausgeglichener Etat" sei eine der Grundvoraussetzungen für die Souveränität des Landes.

Quelle: n-tv.de