Der Börsen-TagJPMorgan-Gewinn sinkt wegen Kosten für Apple-Karten-Deal

Langsam, aber sicher kommt die Berichtssaison in Fahrt. Eine milliardenschwere Sonderbelastung für die Übernahme des Apple-Kreditkartengeschäfts hat den Gewinn der größten US-Bank JPMorgan Chase im vierten Quartal gedrückt. Der Überschuss fiel auf 13 (Vorjahr: 14) Milliarden Dollar oder 4,63 (4,81) Dollar je Aktie, wie das Institut mitteilte. Die Bank hatte für das von Goldman Sachs übernommene Portfolio eine Rückstellung für Kreditverluste in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar gebucht. Ohne diese einmalige Belastung stieg der Gewinn dank eines starken Handelsgeschäfts auf 14,7 Milliarden Dollar.
Mit der Übernahme stärkt JPMorgan seine Position im Kreditkartengeschäft und baut die Partnerschaft mit dem iPhone-Hersteller Apple aus. Der Deal fällt jedoch in eine kritische Zeit für die Branche. Ein Vorschlag von US-Präsident Donald Trump, die Zinssätze für Kreditkarten auf zehn Prozent zu begrenzen, sorgt für Unsicherheit. Ein Bankenverband hatte vergangene Woche gewarnt, dass ein solcher Schritt den Zugang zu Krediten für Verbraucher und kleine Unternehmen erschweren könnte.