Der Börsen-TagJapans Konzerne so pessimistisch wie seit Jahren nicht
Die Coronavirus-Pandemie verdüstert - wie zu erwarten - die Stimmung in der japanischen Wirtschaft. Wie aus dem sogenannten Tankan-Bericht der japanischen Notenbank hervorgeht, fiel der Sentiment-Index für die Großunternehmen des Landes im März auf minus 8 verglichen mit 0 in der vergangenen Umfrage im Dezember. Der Index sackte damit auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren ab.
Der Index bildet den Prozentsatz der Unternehmen ab, die das Geschäftsumfeld als günstig bewerten, abzüglich jener, die es als widrig bezeichnen. Der Index, der die Stimmung unter den großen Dienstleistern misst, sackte ebenfalls ab, und zwar auf plus 8 von plus 20 im Dezember.
Ökonom Tsuyoshi Ueno vom NLI Research Institute gab zu bedenken, dass die Auswirkungen des Coronavirus noch nicht einmal vollständig berücksichtigt sind, da die Deadline für die Umfrage der 11. März war. "Weil vieles über das neuartige Coronavirus noch unbekannt ist und sich kein Ende der Pandemie abzeichnet, werden die Unternehmen immer vorsichtiger mit Blick auf die mögliche Verlängerung der negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft", so Ueno.