Der Börsen-TagJob-Kahlschlag in Metall- und Elektrobranche: "300.000 Arbeitsplätze im Feuer"
Angesichts der Coronakrise stehen nach Gewerkschaftsangaben Hunderttausende Stellen in der Metall- und Elektrobranche auf dem Spiel. "Wir reden von 300.000 Arbeitsplätzen, die im Feuer stehen", sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner im Club Wirtschaftspresse in München. Zur Einordnung: Die BA schätzt, dass bis Juni knapp 640.000 zusätzliche Arbeitslose der Viruspandemie zuzuschreiben sind.
Betroffen seien überwiegend Beschäftigte in der Autobranche und ihrer Zulieferindustrie, aber auch andere Wirtschaftszweige wie die Luftfahrt - und das vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr, so die IG Metall. Viele Unternehmen nutzten die Krise aber, um Abbaupläne aus den Schubladen zu holen, die nichts mit Corona zu tun hätten. Die IG Metall plädiert dafür, zur Entlastung der Unternehmen die Kurzarbeit auf bis zu 24 Monate zu verlängern.