Der Börsen-TagJulius Bär kämpft mit Folgen des Engagements bei Signa
Die Schweizer Bank Julius Bär hat sich neue Ziele gesetzt, um das Wachstum in ihrem Kerngeschäft Vermögensverwaltung anzukurbeln und ihre Altlasten zu beseitigen. Das in Zürich ansässige Geldinstitut kämpft nach wie vor mit den Folgen seines Engagements bei der inzwischen insolventen Immobiliengruppe Signa des österreichischen Magnaten Rene Benko. Dies hat der Bank erhebliche Kreditverluste beschert und den ehemaligen CEO Philipp Rickenbacher Anfang letzten Jahres den Job gekostet.
Stefan Bollinger, ein ehemaliger Partner von Goldman Sachs, der das Ruder im Januar dieses Jahres übernommen hat, hat mit der Umstrukturierung der Führungs- und Managementteams der Bank bereits Änderungen vorgenommen und eine Überprüfung des Kreditbuchs eingeleitet. Um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen, ernannte die Bank außerdem den ehemaligen HSBC-CEO Noel Quinn zu ihrem Verwaltungsratsvorsitzenden.