Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagJulius Bär verbucht erneut Kreditverluste

24.11.2025, 09:55 Uhr

Die krisengeplagte Bank Julius Bär hat die Überprüfung des eigenen Kreditportfolios auf weitere Problemfälle abgeschlossen und verbucht eine weitere Wertberichtigung von 149 Millionen Franken. Das Institut habe entschieden, eine Untergruppe von Positionen im Kreditbuch abzubauen, die nicht mit der neuen Strategie und den überarbeiteten Leitlinien zur Risikobereitschaft der Gruppe vereinbar seien, teilte der Schweizer Vermögensverwalter mit. Diese Positionen befänden sich hauptsächlich im Buch der renditegenerierenden Wohn- und Gewerbeimmobilien und betrügen 0,7 Milliarden Franken. "Der Abschluss der Überprüfung ist die letzte Phase in der Aufarbeitung von Altlasten im Kreditbereich", hieß es weiter.

Anfang 2024 hatte Bär Netto-Kreditverluste von 606 Millionen Franken verbucht, der größte Teil davon in Zusammenhang mit dem Kollaps der Immobiliengesellschaft Signa des österreichischen Investors Rene Benko. Der Skandal kostete den damaligen Bär-Chef den Job. Der seit Anfang des Jahres amtierende CEO Stefan Bollinger ordnete an, das Kreditportfolio auf weitere Problemfälle zu durchforsten und vorsichtigere Kriterien in Bezug auf die Kreditqualität anzuwenden. Im Mai nahm das Institut dann Wertberichtigungen auf Hypotheken und andere Kredite im Volumen von 130 Millionen Franken vor.

Quelle: ntv.de