Der Börsen-TagKI beflügelt Kursfantasien in Asien
Außer in China präsentieren sich die wichtigsten Börsen in Südostasien mit Aufschlägen. Der Nikkei markiert dank fester Technologiewerte und starker Daten Rekordhochs. Das eigentliche Tagesthema rollt auf Anleger erst nach Börsenschluss in Asien zu. Denn im Fokus steht klar die anstehende Entscheidung der US-Notenbank. Zwar geht der Markt davon aus, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert belassen wird. Aber spannend verspricht der geldpolitische Ausblick zu werden, zumal der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh erstmals als Notenbankgouverneur in Erscheinung tritt. "Das Risiko muss darin bestehen, dass er einen ausgewogeneren Ton anschlägt, als die Positionierung vermuten lässt", erläutert Westpac-Analyst Richard Franulovich mit Blick auf Warsh.
Der Nikkei dreht derweil ins Plus und steigt auf ein Allzeithoch, von dem er dann aber wieder zurückkommt. Der japanische Leitindex klettert um 0,5 Prozent auf 69.739 Punkte - getragen von Chip- und Industriewerten. Händler sprechen von Optimismus hinsichtlich einer andauernden, von künstlicher Intelligenz getriebenen Nachfrage in diesen Sektoren. Handelsdaten zeigen, dass KI-bezogene Elektronik- und Halbleiterverkäufe im Mai ein starkes Exportwachstum befeuert haben.
Während der südkoreanische Kospi um 0,7 Prozent zulegt, hinken die chinesischen Börsen der Entwicklung erneut hinterher. Der Shanghai Composite verliert 0,2 Prozent, der HSI in Hongkong 0,4 Prozent. Händler verweisen erneut auf die schwachen Konjunkturdaten des Vortages. In Australien zieht der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent an. Zwar hatte die Reserve Bank of Australia die Zinssätze wie erwartet am Vortag bestätigt. Die Notenbank könne die natürliche Rückbildung der Inflation aber nicht durch Zinsänderungen beschleunigen, warnen die Ökonomen von Jarden.