Der Börsen-TagKWS ändert Rechtsform für mehr Wachstum
Der Saatguthersteller KWS setzt mit neuer Rechtsform auf mehr Schlagkraft. Aus einer europäischen Aktiengesellschaft (SE) soll voraussichtlich im ersten Quartal 2019 eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (SE & Co. KGaA) werden, wie das Unternehmen am Freitag nach einem Beschluss der Hauptversammlung mitteilte.
KWS will sich so mehr Luft zum Ausbau seines Geschäfts verschaffen. Konkrete Übernahmeziele gebe es zwar nicht, die Umwandlung schaffe aber ideale Voraussetzungen. Wachstumsmöglichkeiten und die Position des Unternehmens auf dem Kapitalmarkt würden gestärkt.
KWS hatte unlängst - und letztlich vergeblich - Interesse am Gemüsegeschäft von Bayer gezeigt. Die EU-Kommission hatte die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch die Leverkusener an strenge Auflagen gebunden - unter anderem musste Bayer Teile seines eigenen Saatgeschäfts abgeben.
Gesellschafterin von KWS ist die KWS SE, in der die Aktionärsfamilien Büchting und Arend Oetker die Mehrheit (54,5 Prozent) halten - und die die Geschäftsführung der KWS übernimmt.