Der Börsen-TagKaufhof in der Krise - Mutterkonzern verdoppelt Verlust fast
Der einstige Hoffnungsträger Kaufhof wird für den nordamerikanischen Mutterkonzern HBC immer mehr zur Belastung. HBC verbuchte im Europa-Geschäft um die kriselnde deutsche Warenhauskette im ersten Quartal (zum 5. Mai) einen deutlichen Umsatzrückgang. Die vergleichbaren Erlöse seien um sechs Prozent gesunken, teilte HBC mit.
Das Unternehmen will nun das Ruder herumreißen. Unter anderem sollten die Kosten-Strukturen bei Kaufhof verbessert werden, betonte HBC-Vorstandschefin Helena Foulkes. Im HBC-Konzern selbst stagnierten die Umsätze. Denn im Gegensatz zum Kaufhof konnte die Kette Saks Fifth Avenue die Erlöse deutlich steigern.
HBC verbuchte zudem rote Zahlen. Der Konzern schrieb angesichts steigender Kosten einen Verlust von 400 Millionen kanadischen Dollar (rund 264 Millionen Euro) - nach einem Minus von 221 Millionen kanadischen Dollar vor Jahresfrist.
Der deutsche Warenhauskonzern war 2015 vom börsennotierten nordamerikanischen Handelsriesen HBC übernommen worden. Die Nordamerikaner hatten danach Wachstum und eine weitere Expansion in Europa angekündigt. Doch Kaufhof kommt nicht in Schwung - die Kette kämpft vielmehr mit Verlusten und Umsatzrückgängen.