Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagKaufhof in der Krise - Mutterkonzern verdoppelt Verlust fast

05.06.2018, 16:02 Uhr

Der einstige Hoffnungsträger Kaufhof wird für den nordamerikanischen Mutterkonzern HBC immer mehr zur Belastung. HBC verbuchte im Europa-Geschäft um die kriselnde deutsche Warenhauskette im ersten Quartal (zum 5. Mai) einen deutlichen Umsatzrückgang. Die vergleichbaren Erlöse seien um sechs Prozent gesunken, teilte HBC mit.

  • Das Unternehmen will nun das Ruder herumreißen. Unter anderem sollten die Kosten-Strukturen bei Kaufhof verbessert werden, betonte HBC-Vorstandschefin Helena Foulkes. Im HBC-Konzern selbst stagnierten die Umsätze. Denn im Gegensatz zum Kaufhof konnte die Kette Saks Fifth Avenue die Erlöse deutlich steigern.

  • HBC verbuchte zudem rote Zahlen. Der Konzern schrieb angesichts steigender Kosten einen Verlust von 400 Millionen kanadischen Dollar (rund 264 Millionen Euro) - nach einem Minus von 221 Millionen kanadischen Dollar vor Jahresfrist.

  • Der deutsche Warenhauskonzern war 2015 vom börsennotierten nordamerikanischen Handelsriesen HBC übernommen worden. Die Nordamerikaner hatten danach Wachstum und eine weitere Expansion in Europa angekündigt. Doch Kaufhof kommt nicht in Schwung - die Kette kämpft vielmehr mit Verlusten und Umsatzrückgängen.