Der Börsen-TagKeine Verbraucherschutz-Aufsicht für US-Finanzsektor
Die Verbraucherschutz-Behörde im US-Finanzsektor (CFPB) soll auf Geheiß von US-Präsident Donald Trump Aktivitäten wie die Aufsicht von Unternehmen einstellen. Der von Trump eingesetzte CFPB-Chef Russell Vought habe die Beschäftigten zu diesem Schritt angewiesen, wie aus einem Dokument hervorgeht. Die Behörde bleibt nach Reuters-Informationen zudem in dieser Woche geschlossen. Vought hat auch angeordnet, dass die CFPB ihre öffentliche Kommunikation einstellt.
In seinem Schreiben wies Vought die Mitarbeitenden an, "alle Aufsichts- und Prüfungsaktivitäten einzustellen". Die CFPB wurde eingerichtet, um Finanzprodukte für Verbraucher nach der globalen Finanz-Krise von 2008 zu überwachen und zu regulieren. Die Behörde beaufsichtigt kundenorientierte Finanzunternehmen wie Banken, Hypothekendarlehensgeber und Geldtransferdienste, um unfaire, betrügerische und missbräuchliche Praktiken und anderes kriminelles Verhalten zu verhindern. Voughts Anordnung lässt einen Großteil dieser Geschäftstätigkeiten ohne Aufsicht der Bundesregierung. Vought kündigte zudem an, die Finanzierung der Behörde für das nächste Quartal auf null zu reduzieren, da deren aktuelle Barmittel von über 700 Millionen Dollar ausreichten.