Der Börsen-TagKeine Waffen oder KI: Adidas-Chef erklärt schwachen Aktienkurs
Adidas-Chef Björn Gulden gibt sich angesichts des schwachen Verlaufs der Adidas-Aktie gelassen. "Man muss das aktuelle Umfeld betrachten. Wenn man nicht gerade Waffen oder KI verkauft, vertritt man zurzeit keine attraktive Branche am Kapitalmarkt", sagte Gulden im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. "Der gesamte Konsumgütersektor ist angesichts der zahlreichen Unsicherheiten derzeit nicht sehr beliebt." Er sei überzeugt: "Wenn wir unser Geschäft weiterhin so erfolgreich betreiben, bekommen wir den Aktienkurs nach oben."
Die Sorge um höhere Inflation und Konsumzurückhaltung spielte Gulden, der seit Anfang 2023 an der Spitze des Sportartikelkonzerns steht, herunter. Man sei im ersten Quartal um 14 Prozent gewachsen. "Wir verkaufen in vielen Ländern, in denen die Inflation gigantisch ist, die aber super gut laufen: Türkei, Argentinien, Brasilien. Adidas musste damit schon immer umgehen - und die Kollektion und Preislagen anpassen."