Der Börsen-TagKeine großen Dax-Sprünge erwartet

Die europäischen Aktienmärkte werden heute zum Handelsstart kaum verändert erwartet. Die Börsen in Asien geben keine Richtung vor, ebenso wenig die Freitagschlussstände der Wall Street. Damit dürfte sich die jüngste Seitwärtsbewegung bei dünnen Umsätzen fortsetzen. Weiterhin machen zwar die längst in den einstelligen Bereich gesunkenen Inzidenzen Mut, auf der anderen Seite bereitet die Ausbreitung der Delta-Variante Sorgen. Der Dax notiert vorbörslich derzeit 0,1 Prozent höher bei 15.611 Punkten.
Die Entwicklung über die Zukunft des Infrastrukturabkommens in den USA könnte die Stimmung leicht belasten. Das Weiße Haus und die Unterhändler des Senats versuchen das Abkommen auf Kurs zu halten, nachdem Präsident Joe Biden einen Vorschlag machte und dann die Andeutung zurückzog, dass er sein Veto einlegen würde, wenn die Gesetzgeber nicht ein separates, von den Demokraten favorisiertes Paket zur Armutsbekämpfung, verabschieden sollten.
Für keinen Impuls gut sein dürfte, dass sich das Wachstum der Industriegewinne in China im Mai erneut verlangsamt hat. Dies ist dem höheren Vergleichswert aus dem Vorjahr geschuldet. Hersteller von Rohstoffen haben aber ihre Gewinne im Mai dank der starken Marktnachfrage und der steigenden Rohstoffpreise mehr als verdoppelt.
Am Nachmittag dürfte der Markt auf den Dallas-Fed-Index für die verarbeitende Industrie schauen. Nach der starken vorangegangenen Erholung könnte sich die Stimmung in der Industrie ebenso wie bei dem am Mittwoch anstehenden Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago von hohen Niveaus aus leicht eingetrübt haben.