Der Börsen-TagKleines Plus mit großer Wirkung
Der Dax ist wieder in der Spur: Im gestrigen Geschäft schloss der deutsche Börsenleitindex 0,3 Prozent fester mit 25.352 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er die ersten Verluste in dem noch jungen Börsenjahr 2026 hinnehmen müssen, nach zuvor acht Handelstagen mit Aufschlägen und sechs Allzeithochs. Rekordzahlen des Chip-Auftragsfertigers TSMC hatten den Sektor inklusive Zulieferer gestützt.
Zum Ausklang der Börsenwoche stehen noch einmal Unternehmenszahlen an, aber auch konjunkturseitig ist es interessant, denn der Preisauftrieb in Deutschland dürfte vor der Jahreswende deutlich nachgelassen haben. Klarheit bringen die endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Es hat in vorläufigen Zahlen einen Rückgang der Jahressteuerungsrate im Dezember auf 1,8 Prozent gemeldet. Im November hatte die Inflation noch bei 2,3 Prozent gelegen und damit über der Marke von 2,0 Prozent, die von der Europäischen Zentralbank als ideal für die Konjunktur im Euroraum angesehen wird.
Unternehmensseitig veröffentlicht Daimler Truck Absatzzahlen für das abgelaufene Jahr. Daneben steht im milliardenschweren Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat für den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer eine richtungsweisende Entscheidung an. Der Oberste Gerichtshof der USA gibt voraussichtlich heute bekannt, ob er den Berufungsantrag des Unternehmens in einem zentralen Verfahren annimmt. Der nächste mögliche Termin für eine Bekanntgabe ist der darauffolgende Dienstag, da der Montag in den USA ein Feiertag ist. Eine Annahme des Antrags wäre für Bayer ein entscheidender Erfolg. Der Konzern hofft, auf diesem Weg grundsätzliche Rechtssicherheit zu erlangen und die Klagewelle in den USA einzudämmen.
Und der Autobauer Porsche legt die Auslieferungszahlen für das vergangene Jahr vor. Die Schwaben litten vor allem unter dem Einbruch in China. Bis Ende September war der Absatz um sechs Prozent weltweit geschrumpft. Bei einem solchen Rückgang im Gesamtjahr hätten die Schwaben erstmals seit 2020 weniger als 300.000 Autos losgeschlagen.