Der Börsen-TagKommt die Geldspritze? Wall Street zum Start fester
Das Ringen um Milliardenhilfen für die unter der Coronavirus-Pandemie leidende US-Wirtschaft hält die Anleger weiter in Atem. Die Hoffnung auf eine rasche Einigung stützte die Kurse an der Wall Street am Mittwoch. Der Dow-Jones-Index liegt 0,3 Prozent höher bei 28.382 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,4 Prozent auf 3458 Zähler. Der Nasdaq Composite steigt 0,6 Prozent auf 11.583 Punkte.
Der Stabschef des Weißen Hauses Mark Meadows sagte dem Sender Fox Business, dass die Regierung und die Demokraten im Repräsentantenhaus eine Einigung innerhalb der nächsten 48 Stunden anstrebten. Fed-Notenbankdirektorin Lael Brainard warnte den US-Kongress, dass ein Ausbleiben weiterer Konjunkturhilfen das größte Risiko für den Wirtschaftsausblick darstelle. Trotz fortschreitender Erholung von der Corona-Krise ist die US-Wirtschaft laut der Notenbank weiter auf Hilfe der Fed und vor allem der Politik angewiesen. Unterdessen breitet sich das Corona-Virus weiter aus. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters wurden in den USA mindestens 60.499 Menschen Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle bei 8,31 Millionen.
Ein Kundenzuwachs unter Markterwartungen schickt Netflix auf Talfahrt. Die Aktien der Online-Videothek rutschen gut fünf Prozent ab. Man dürfe aber nicht vergessen, dass die Firma wegen der Corona-Restriktionen in der ersten Jahreshälfte so viele Neukunden gewonnen habe wie im Gesamtjahr 2019, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.