Der Börsen-TagKonjunkturpaket in Japan – neue Schulden inklusive
Die japanische Regierung hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung des größten Konjunkturpakets seit der Corona-Pandemie beschlossen. Er sieht zusätzliche Ausgaben von 18,3 Billionen Yen (rund 101 Milliarden Euro) vor. Der Haushalt soll bis Ende Dezember vom Parlament genehmigt werden. Ein Großteil soll über neue Schulden finanziert werden. Das verstärkt die Sorgen über die bereits angespannten öffentlichen Finanzen der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt, die bereits die am stärksten verschuldete Industrienation ist.
Das von der neuen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi vorangetriebene Konjunkturpaket sieht unter anderem Steuererleichterungen in Höhe von 2,7 Billionen Yen vor. Weitere 8,9 Billionen Yen sind zur Senkung der Lebenshaltungskosten geplant. Dazu gehören Geldzahlungen von 20.000 Yen pro Kind sowie Zuschüsse für Strom- und Gasrechnungen. Weitere 6,4 Billionen Yen sollen in strategische Investitionen in Sektoren wie den Schiffbau, Halbleiter und Künstliche Intelligenz fließen.