Der Börsen-TagKospi gibt den Tagessieger
Die ostasiatischen Aktienmärkte zeigen sich uneinheitlich, nachdem das am Vorabend während des US-Aktienhandels veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung keine wesentlichen neuen Erkenntnisse gebracht hatte.
Es signalisierte, dass weitere Zinserhöhungen bevorstehen und bekräftigte den von US-Notenbankern auch immer wieder vorgebrachten Punkt, dass die Fed mit Zinserhöhungen noch nicht fertig sei. Die Zinsen dürften somit noch länger hoch bleiben und eine erste Zinssenkung bereits zum Jahresende ist wenig wahrscheinlich, auch wenn darüber am Markt immer wieder spekuliert wird. Die Renditen der US-Anleihen gaben in Reaktion auf das Protokoll etwas nach. Sie waren aber im Vorgriff am Tag zuvor deutlich gestiegen.
In Seoul geht es für den Kospi kräftige 1,1 Prozent nach oben, nachdem die südkoreanische Notenbank die Leitzinsen dieses Mal unverändert gelassen hat. Dies war weitgehend so erwartet worden, weil die Wirtschaft des Landes nach den bereits gesehenen Zinserhöhungen zuletzt an Dynamik verlor. Die Landeswährung Won reagiert mit Stärke auf die Zinsentscheidung, sie wertet zum Dollar um ein halbes Prozent auf.
In Hongkong kann der HSI nach einem leichteren Start inzwischen ein halbes Prozent zulegen, während der Shanghai Composite behauptet tendiert. Die Analysten von China Securities sprechen nach der Wiederöffnung Chinas von einem günstigen Risiko-Rendite-Profil des Marktes angesichts der niedrigen Bewertungen und des Trends zur Gewinnerholung. Sollte die Erholung der Wirtschaft nicht allzu dynamisch verlaufen, müsse das nicht negativ sein, weil eine drohende Überhitzung eine regulatorische Abkühlung auslösen könnte, betonen sie.
Sydney hat den Handel mit einem Minus von 0,4 Prozent bereits beendet und in Tokio wird wegen des Feiertags zum Geburtstag des Kaisers nicht gehandelt.