Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagKriege, Konflikte, Konjunkturschwäche: EZB schlägt Alarm

20.11.2024, 10:04 Uhr

Die EZB sorgt sich angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums und zunehmender Konflikte im Welthandel um die Aussichten für die Finanzstabilität im Euroraum. Das Wachstum bleibe fragil, zudem kämen in einem von Unsicherheiten geprägten geopolitischen Umfeld nun auch noch Sorgen um die Aussichten für den Welthandel hinzu.

"Neben geopolitischen und politischen Risiken nehmen die Spannungen im Welthandel zu, was das Risiko für Extremereignisse erhöht", erklärte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos im halbjährigen Finanzstabilitätsbericht der Euro-Notenbank. Das trübt de Guindos zufolge die Aussichten für die Finanzstabilität ein. Volkswirte blicken derzeit mit Sorge auf die Machtübernahme im Weißen Haus von Donald Trump, der unlängst die US-Präsidentenwahl gewonnen hat. Der Republikaner hat im Wahlkampf wiederholt höhere Zölle angekündigt und dürfte die USA weiter abschotten. Die in Aussicht gestellten Zölle und eine Zunahme von Handelskonflikten in der Folge dürften die Wirtschaft im Euroraum schwer treffen.

Die Finanzmärkte haben sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zwar bislang als widerstandsfähig erwiesen. Schwankungen an den Börsen hätten aber wieder zugenommen. Hohe Börsenkurse und eine Konzentration von Risiken - vor allem an den Aktienmärkten - machten Finanzmärkte anfälliger für plötzliche Kurskorrekturen.

Quelle: ntv.de