Der Börsen-TagKrise bei Siemens-Windkrafttochter verschärft sich
Zum vierten Mal in Folge verdirbt die spanische Windkrafttochter Gamesa dem Energietechnik-Konzern Siemens Energy das Quartals-Ergebnis. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres machte das Münchner Unternehmen insgesamt 252 Millionen Euro Verlust. Vor einem Jahr hatte noch ein Plus von 31 Millionen zu Buche gestanden. Entscheidender Treiber sind die tiefroten Zahlen bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa (SGRE), an der Energy zwei Drittel hält.
"Die Situation bei SGRE hat sich seit der letzten Gewinnwarnung weiter verschärft", sagte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. Man werde als Mehrheitsaktionär die eigene Expertise zur Verfügung stellen, "um den Ursachen auf den Grund zu gehen und die Probleme zu bewältigen".
Für Umsatz und Marge erwartet der Konzern nun nur noch Ergebnisse am unteren Rand seiner bisherigen Vorhersagespannen. Vor drei Monaten hatte Energy noch auf eine deutliche Verbesserung gehofft.
Die auf Energieübertragung sowie Technik und Service für konventionelle Kraftwerke ausgerichtete Sparte Gas and Power lieferte dagegen erneut solide Zahlen ab. Beim Konzernumsatz gab es wenig Bewegung: Er lag bei 6,6 Milliarden Euro.