Der Börsen-TagKurs von US-Label Under Armour geht durch die Decke

Der Adidas-Konkurrent Under Armour überrascht vorbörslich mit einem Kursfeuerwerk.
Die Aktie des von erheblichen Turbulenzen auf dem Heimatmarkt USA geplagten Sportbekleidungsherstellers springt um 13 Prozent nach oben, nachdem das US-Label im vierten Quartal mehr umgesetzt hat, als von Analysten erwartet.
Die Erlöse stiegen um 5 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar, Beobachter hatten im Schnitt lediglich 1,3 Milliarden erwartet.
Unterm Strich steht trotzdem ein Verlust von 87,9 Millionen oder 0,20 Dollar je Anteilsschein. Vor einem Jahr hatte Under Armour noch 103,2 Millionen oder 0,23 Dollar je Aktie verdient.
Vor allem auf dem wichtigen Heimatmarkt kämpft das Unternehmen mit Problemen. Der Umsatz in den USA sank im vierten Quartal. Das tut weh, denn Amerika steht für rund drei Viertel der Erlöse.
Die Anleger schreckt das aber offensichtlich nicht.
Im Ausland läuft es immerhin glänzend: In Europa und Asien stiegen die Einnahmen um fast die Hälfte. 2017 war ein Jahr des radikalen Umbruchs. Gründer und CEO Kevin Plank hat das Management größtenteils ausgetauscht.