Der Börsen-TagKurse an Tokioter Börse brechen ein
Nach dem extrem schwachen Start an der Wall Street in den als schwierig geltenden Börsenmonat September geht es an den ostasiatischen Aktienmärkten und in Sydney im Sog steil nach unten. Die Verluste betragen zwischen 0,5 Prozent in Shanghai und 3,5 Prozent in Tokio, wo der Nikkei-Index auf 37.733 Punkte abrutscht.
In den USA hatte ein unter Erwarten ausgefallener ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe die Ängste vor einer harten Landung der US-Konjunktur wieder aufleben lassen - ähnlich wie vor Monatsfrist schon einmal erlebt. Und wie damals steht der US-Arbeitsmarktbericht (am Freitag) bevor, der seinerseits ebenfalls ein Rezessionssignal senden könnte, so zumindest die Befürchtung vieler Akteure.
Dagegen kommt auch nicht an, dass dies die Chancen auf einen großen Zinsschritt nach unten durch die US-Notenbank erhöht. Für zusätzlichen starken Druck auf Aktien aus dem Technologiesektor sorgte, dass das US-Justizministerium kartellrechtliche Ermittlungen gegen Unternehmen aus der KI-Branche anstellt.
Unterdessen ist in China der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das chinesische Dienstleistungsgewerbe im August gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Am Wochenende waren bereits neue Konjunkturdaten aus China wenig überzeugend ausgefallen und belegten den mauen Zustand der dortigen Wirtschaft. BIP-Daten aus Australien sind derweil wie erwartet ausgefallen und zeigen für das zweite Quartal ein geringes Wachstum von 1 Prozent im Jahresvergleich.