Der Börsen-TagKurssturz: Gewinnwarnung kostet Osram zehn Prozent

Wegen der wachsenden Unsicherheit bei den Hauptkunden aus der Autoindustrie hat der Lichttechnikkonzern Osram erneut seine Ziele nach unten geschraubt.
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand jetzt nur noch ein Umsatzplus zwischen einem und drei Prozent statt wie zuletzt zwischen drei und fünf Prozent. Wie das Münchner Unternehmen mitteilte, soll der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) zwischen 570 und 600 Millionen Euro liegen; bislang waren rund 640 Millionen Euro angekündigt, nach 695 Millionen Euro im Geschäftsjahr zuvor.
Handels- und Vertriebsbeschränkungen sowie Planungsrisiken hätten bei den Autobauern "zu einer spürbaren Verunsicherung geführt". Osram macht rund die Hälfte seines Geschäfts mit der Fahrzeugindustrie. An der Börse brach die Osram-Aktie um mehr als zehn Prozent ein.