Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagKurssturz bei Griechen-Banken - Athen erwägt Bad Bank

04.10.2018, 14:35 Uhr
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Aktien der Piräus Bank gaben am Mittwoch um 20,73 Prozent nach. (Foto: imago/ZUMA Press)

Nach einem Kurseinbruch von Aktien griechischer Großbanken lotet die Regierung in Athen einen Hilfsplan für die heimischen Geldhäuser aus. Zusammen mit dem Euro-Rettungsschirm ESM und dem griechischen Bankenverband werde an einem "Interventionsplan" gearbeitet, um Banken bei risikobelasteten Krediten zu entlasten, heißt es in Athen.

Am Vortag waren die Aktienkurse der vier systemrelevanten Banken des Landes an der griechischen Börse um teils mehr als 20 Prozent eingebrochen. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte daraufhin eine Dringlichkeitssitzung einberufen, bei der ein "Interventionsplan" beschlossen wurde, wie das Büro des griechischen Premiers mitteilte - ohne Details zu nennen.

Nach Angaben der griechischen Finanzpresse wird eine sogenannte Bad Bank erwogen. In diese könnten Kreditgeber ihre "faulen Kredite" auslagern und so ihre Bilanzen entlasten. Grundsätzlich möglich wäre, dass diese Bad Bank an Investoren Anleihen verkauft, von denen einige vom Staat garantiert würden. Es geht um faule Kredite in den Bankbilanzen im Umfang von gut 88 Milliarden Euro.

Vom Kurseinbruch am stärksten betroffen war die größte Bank des Landes, die Piräus Bank. Vize-Premier Giannis Dragasakis sagte im Staatsfernsehen (ERT): "Spekulanten sind zurzeit am Werk. "Am Donnerstag entspannte sich die Lage wieder.