Der Börsen-TagLagarde setzt sich für digitalen Euro ein
EZB-Chefin Christine Lagarde hat vor dem europäischen Parlament die Vorteile eines Digitalen Euro betont. Als Mitgesetzgeber komme dem Parlament eine Schlüsselrolle bei der Realisierung dieser Vorteile zu, sagte die Französin. Diese Rolle sei es, entscheidende Fortschritte bei der Verabschiedung der Verordnung über den digitalen Euro zu erzielen.
Der digitale Euro biete Verbrauchern eine Lösung, die für alle digitalen Zahlungen im gesamten Euroraum akzeptiert werde. Er garantiere ein Höchstmaß an Datenschutz: "Wir als Zentralbank haben systembedingt keinen Zugriff auf personenbezogene Daten", sagte Lagarde. Offline-Zahlungen seien mit der gleichen Diskretion wie bei Bargeld möglich.
Auch europäische Unternehmen profitierten vom digitalen Euro. Er senke die Gebühren für Händler, insbesondere für kleinere Betriebe. Zudem erleichtere er es europäischen privaten Zahlungsdienstleistern, die Reichweite ihrer Lösungen zu erweitern. Schließlich basiere er auf einer vollständig europäischen Infrastruktur und vermeide so eine übermäßige Abhängigkeit von ausländischen Anbietern für Zahlungssysteme, die für das Funktionieren der Wirtschaft unerlässlich seien. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt das Jahr 2027 für ein Pilotprojekt zum digitalen Euro an.