Der Börsen-Tag"Langfristig nicht tragbar": Salzgitter rutscht tiefer ins Minus
Salzgitter hat seinen Verlust im zweiten Quartal auch unter dem Strich vergrößert. Das geht aus der Veröffentlichung endgültiger Zahlen für den Berichtszeitraum hervor. Der Stahlkonzern hatte Mitte Juli vorläufige Ergebnisse vorgelegt und seinen Ausblick wegen des angespannten Marktumfelds gesenkt. Der Nettoverlust belief sich auf 55,1 Millionen Euro nach 34,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im Halbjahr vergrößerte sich der Verlust auf 91 Millionen von 22 Millionen Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach im Quartal auf 38 Millionen Euro von 107 Millionen im Vorjahr ein, im Halbjahr fiel es mit 117 Millionen Euro halb so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sackte im Quartal auf 2,3 von 2,57 Milliarden Euro ab, im Halbjahr auf 4,66 von 5,24 Milliarden.
"Die Ergebnisse des ersten Halbjahres der Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung und Handel sind unbefriedigend und in dieser Form langfristig nicht tragbar", sagte Finanzvorständin Birgit Potrafki "Daher setzen wir die internen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und Liquiditätssicherung konsequent um, mit bereits sichtbaren Resultaten." Der Konzern geht für das Gesamtjahr von einem Umsatz zwischen 9,0 Milliarden und 9,5 Milliarden Euro aus. Das Ebitda wird bei 300 bis 400 Millionen Euro gesehen. Das Ergebnis vor Steuern wird bestenfalls ausgeglichen sein, laut Prognose ist jedoch auch ein Verlust von bis zu 100 Millionen Euro möglich. Allerdings steht nach sechs Monaten bereits ein Verlust von 84 Millionen zu Buche.