Der Börsen-TagLinde-Nettogewinn sinkt
Der Industriegasekonzern und Anlagenbauer Linde ist im zweiten Quartal kräftig gewachsen und hat operativ deutlich mehr verdient. Unter dem Strich sank das Ergebnis dagegen spürbar, unter anderem wegen einer Belastung aus dem Russland-Geschäft. Die Prognose für das Gesamtjahr erhöhte die Linde plc.
Für 2022 rechnet der DAX-Konzern nun mit einem bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie in einer Spanne von 11,73 bis 11,93 US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 10 bis 12 Prozent bzw wechselkursbereinigt von 15 bis 17 Prozent zum Vorjahr. Bislang hatte Linde 11,65 bis 11,90 Dollar in Aussicht gestellt. Die geplanten Investitionen sieht der Konzern weiterhin bei 3 bis 3,4 Milliarden Dollar.
Im dritten Quartal soll das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 2,85 bis 2,95 Dollar liegen, was wäre ein Plus von 4 bis 8 Prozent zum Vorjahreszeitraum.
Im zweiten Quartal erzielte Linde ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 3,10 Dollar, 15 Prozent über Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft stieg um 11 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar. Belastungen aus der Dekonsolidierung des Russland-Geschäftes sind in den bereinigten Ergebnissen nicht enthalten.