Der Börsen-TagLira fällt auf Rekordtief - Zentralbankreserven schwinden
Der türkischen Zentralbank drohen die Reserven auszugehen, um die Landeswährung vor dem Absturz zu bewahren.
Die Lira ist bereits auf ein neues Rekordtief gegenüber dem Euro gefallen. Die europäische Währung wurde zeitweise für 8,2282 Lira gehandelt. Gestern lag der EZB-Referenzkurs noch bei 8,12 Lira. Der Wertverlust der Lira beträgt damit mehr als 20 Prozent seit Jahresbeginn - trotz milliardenschwerer Interventionen der türkischen Regierung am Devisenmarkt.
Einer Schätzung von Goldman Sachs zufolge hat die Türkei dieses Jahr schon etwa 60 Milliarden Dollar ausgegeben, um die Lira zu stützen. Einschließlich des Goldbestandes sitzt die Notenbank noch auf Reserven im Wert von knapp 90 Milliarden Dollar - abzüglich Schulden durch Swapvereinbarungen. Berechnungen der "Financial Times" zufolge sind die Nettoreserven negativ. Dies sei "wirklich besorgniserregend".