Der Börsen-TagMangelnde Sojaimporte? China dementiert US-Vorwürfe

Nun wieder einmal eine chinesische Stimme zum Handelsstreit: Die Volksrepublik wies Vorwürfe aus Washington zurück, nicht genug US-Agrarerzeugnisse zu kaufen und damit gegen eine Abmachung zwischen den USA und China zu verstoßen. Cong Liang, ein Mitarbeiter der nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, sagte in einem Interview mit dem staatlichen Sender CCTV, China habe sehr wohl Agrarprodukte in den USA gekauft, darunter auch Sojabohnen. Seit 19. Juli hätten chinesische Unternehmen bei US-Geschäftspartnern 130.000 Tonnen Sojabohnen bestellt.
Von den zugesagten 14 Millionen Tonnen seien bis September allerdings nur 300.000 zur Lieferung bereitgestellt worden. Einige Käufe seien wegen nicht wettbewerbsfähiger Preise nicht zustande gekommen. Selbst ohne Zölle seien US-Sojabohnen 30 Prozent teurer als heimische Erzeugnisse. Das sei wirtschaftlich nicht darstellbar, sagte Cong.