Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagMassiver Ausverkauf: Dax folgt Asien-Börsen in die Tiefe

23.10.2018, 10:18 Uhr

Italiens Haushalt, der Brexit und der Fall Khashoggi sorgen für tiefrote Vorzeichen am deutschen Aktienmarkt. Fallende Kurse in New York und in Asien geben dem deutschen Leitindex ebenfalls die Richtung vor.

DAXNach einer halben Handelsstunde verliert der Dax 2,2 Prozent auf 11.268 Punkte. Am Vortag schon war ihm nach festem Start die Luft ausgegangen. Die jüngsten Hoffnungen auf eine Stabilisierung erwiesen sich so als Strohfeuer.

"Der Ausverkauf am Aktienmarkt geht weiter", schreibt die Landesbank Baden-Württemberg. Laut Marktbeobachter Chris Henke vom Broker IG sorgt vor allem der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten für Nervosität. Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag in Straßburg über die umstrittenen Budgetpläne in Italien.

Wie ein Damoklesschwert schweben außerdem die Brexit-Verhandlungen, der Fall Khashoggi und der Handelskonflikt zwischen den USA und China über den Börsen. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax verlor 2,1 Prozent auf 23.513 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es um etwas 1,5 Prozent auf 3140 Zähler bergab.

In Asien ging es noch deutlicher abwärts. Selbst die Kursrally an Chinas Börsen, ausgelöst von Beruhigungspillen Pekings zur Stützung der Konjunktur, wurde gestoppt. In den Vordergrund traten auch hier die altbekannten Sorgen um die globale Konjunkturentwicklung, der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Haushaltsstreit um Italien und die Spannungen mit Saudi-Arabien.

Tagesverlierer war in Hongkong der Hang-Seng-Index, der um 3,1 Prozent einknickte. In Tokio büßte der Nikkei-Index 2,7 Prozent auf 22.011 Punkte ein und landete damit auf einem Zweimonatstief. In Südkorea verlor der Kospi 2,6 Prozent, das ist der niedrigste Schlusskurs sei März 2017. Der Schanghai-Composite schloss 2,3 Prozent leichter.