Der Börsen-TagMedienriese Vivendi ächzt unter Ubisoft-Gerüchten
Die Aktien des französischen Medienriesen Vivendi befinden sich auf Talfahrt. An der Pariser Börse sinken sie um 2,3 Prozent. Als Grund vermuten Experten Presseberichte, wonach Vivendi den Computerspielehersteller Ubisoft möglicherweise sogar feindlich übernehmen könnte. Die Überlegungen waren vergangene Woche erneut aufgekommen, da der Anteil der Stimmrechte der Gründerfamilie Guillemot unter die 20-Prozent-Schwelle gefallen war.
"Das mit dem Vivendi-Interesse läuft seit fast einem Jahr, neu ist aber, dass es jetzt eventuell sogar auf eine feindliche Übernahme hinauslaufen könnte", sagt ein Händler: "Denn eins ist sicher - Ubisoft will Vivendi nicht." Ubisoft habe mehrfach öffentlich klargemacht, dass sie nicht als hochspezialisierter Game-Macher in einem Beteiligungs-Gemischtwarenladen wie Vivendi untergehen wolle. Ubisoft-Aktien geben um 0,6 Prozent nach.