Der Börsen-TagMehr als kurzfristige Dax-Erholung nicht drin
Wie geht es mit dem Dax weiter? Der deutsche Leitindex notiert derzeit nur knapp über der 14.000-Punkte-Marke und damit am unteren Ende der breiten Spanne, die nach oben bis knapp 15.000 Punkte reicht. Fundamental bleiben die Belastungsfaktoren die gleichen in Form des Ukraine-Kriegs und der grassierenden Inflation, die weitere geldpolitische Verschärfungen durch die US-Notenbank zur Folge haben wird. Das Erholungspotenzial für den Dax erscheint daher begrenzt.
"Es ist unverkennbar, dass der übergeordnete Abwärtstrend noch immer intakt ist", so der Chartanalyst Christoph Geyer. Sollten die 14.000 Punkte nicht halten, stehe ein neuerlicher Anlauf auf die alte Unterstützungszone an. Marcel Mußler von den Mußler-Briefen verweist auf den Dax-Abwärtstrend, der nun bei 14.110 bis 13.940 Punkten verläuft. Diesen gelte es zu schlagen, damit der DAX nach oben könne. Aber selbst wenn dies gelänge, erscheint das Aufwärtspotenzial begrenzt: Im Wochenchart gebe es ein auffälliges Widerstandskreuz, und zwar beim sehr wichtigen vorletzten Hoch bei 14.553 und am mittelfristigen Abwärtstrend bei inzwischen auch 14.520 Punkten. Erst dieser Doppelausbruch würde ein erstes wirklich auffälliges Kaufsignal bringen, das den Dax bis 14.952 tragen könnte.