Der Börsen-TagMicrosoft sticht AMD und Alphabet aus
Die Bilanzen wichtiger Technologiefirmen kommen bei den US-Anlegern nicht gut an. Der Dow-Jones-Index notiert zunächst 0,1 Prozent schwächer bei 38.427 Punkten. Der S&P-500 verliert ein halbes Prozent auf 4899 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq bröckelt 1,2 Prozent auf 15.324 Stellen ab.
"Dass Intel und AMD als wichtigste CPU-Hersteller der Welt beide enttäuschende Ausblicke auf das Jahr 2024 präsentieren, ist erstaunlich", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst vom Broker CMC Markets. "Eigentlich würde man angesichts der Sonderkonjunktur bei Künstlicher Intelligenz (KI) erwarten, dass Halbleiter und Chips sich verkaufen wie warme Semmeln." Der einzige Hardware-Konzern, der aber überdurchschnittlich an KI zu verdienen scheine, sei Nvidia. Die anderen Hardwarehersteller - darunter Nvidia-Zulieferer wie TSMC - blieben im Regen stehen.
AMD verlieren 4,3 Prozent. Schwache Werbeeinnahmen verschrecken auch die Investoren von Alphabet. Die Aktie der Google-Mutter rutscht 5,7 Prozent ab. Nur Microsoft liegen leicht im Plus. Der Software-Riese hat in den vergangenen Monaten mit zahlreichen neuen KI-Funktionen viele Kunden zu seiner Cloud-Sparte gelockt. Er warnte allerdings zugleich vor den hohen Kosten, die man aufbringen müsse, um die neuen Features weiterzuentwickeln.