Der Börsen-TagMinisterium ist gegen Exportbeschränkungen für Bauholz
Die vom Handwerksverband wegen Engpässen ins Spiel gebrachten Ausfuhrbeschränkungen bei Bauholz finden in der Bundesregierung keine Unterstützung. "Exportbeschränkungen sind in aller Regel nicht das geeignete Mittel, um Knappheiten zu beheben", erklärte das Wirtschaftsministerium. "Vielmehr kommt es in der Regel zu Marktanpassungen, wie einer Ausweitung des Angebots, Substitutionen und Ähnlichem."
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hatte bei merkur.de erklärt, sollte sich die Lage der Betriebe weiter verschärfen, "sollten angesichts der wirklich sehr angespannten Situation zumindest interimsmäßig Exportbeschränkungen angedacht werden". Nach einer Umfrage des Zentralverbands des Dachdeckerhandwerks unter den Innungsbetrieben sind etwa die Preise für Latt- oder Schalholz zwischen 50 und 60 Prozent gestiegen. Bei Dachlatten hätten sich die Preise binnen weniger Monate gar verdreifacht. "Erste Betriebe haben bereits Kurzarbeit angemeldet, weil das Material nicht zu beschaffen war", sagte Wollseifer.