Der Börsen-TagNegativserie reißt nicht ab
Die fortdauernde Unsicherheit über den Nahost-Konflikt und steigende Energiepreise strapazieren zunehmend die Geduld der Anleger. Mit dem Dax ging es gestern den vierten Handelstag in Folge nach unten. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent im Minus bei 24.155 Punkten.
Und zum heutigen Handelswochenschluss? Der Iran-Krieg dürfte die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen weiter drücken. Für den IFO-Geschäftsklimaindex im April erwarten die Ökonomen einen Rückgang - und zwar auf 85,5 Punkte, nach 86,4 Zählern im März. Die Bundesregierung halbierte jüngst ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0,5 Prozent. Laut Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kämpft die Wirtschaft im Zuge des Nahost-Krieges zwar mit Gegenwind. Eine Rezession sei jedoch nicht zu erwarten.
Bei der Automesse in Peking dreht sich alles um Elektroautos und autonomes Fahren. So zeigt Volkswagen ein paar der Modelle, mit denen das Unternehmen wieder Boden gut machen will, darunter der zweite Audi, der ohne das Logo mit den vier Ringen verkauft wird. BMW präsentiert seine Neue Klasse. Für die deutschen Hersteller steht einiges auf dem Spiel, schließlich war China lange Zeit die Cash Cow. Doch auf dem weltweit größten Automarkt hat sich der Wind gedreht, und chinesische Autobauer machen sich daran, die Welt zu erobern.
Und unternehmensseitig steht Bayer im Blick: Auf der Hauptversammlung dürfte Vorstandschef Bill Anderson die Aktionäre auf einen noch langen Weg bei der Neuausrichtung des Leverkusener Konzerns einstellen. In seiner vorab veröffentlichten Rede betonte der Manager, dass man zwar große Fortschritte gemacht habe, aber noch lange nicht am Ziel sei. Neben dem laufenden Stellenabbau und der auf das gesetzliche Minimum von elf Cent je Aktie gekürzten Dividende nach einem Milliardenverlust dürfte die Klagewelle um den Unkrautvernichter Glyphosat erneut im Fokus stehen.
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