Der Börsen-TagNeue Woche, neue Verluste
Europas Börsen dürften mit Abgaben in die neue Woche starten. Der Krieg im Nahen Osten eskaliert weiter. US-Präsident Donald Trump hat sich zwar zuversichtlich über eine Verhandlungslösung mit dem Iran gezeigt. Zugleich schließt er eine Einnahme der strategisch wichtigen Kharg Insel nicht aus. Von dort wird ein Großteil des iranischen Öls exportiert. Seit Tagen verstärken die USA die Präsenz ihrer Bodentruppen in der Region. Brent handelt aktuell bei 115 Dollar das Fass und damit nur leicht unter dem Höchststand seit Ausbruch des Iran-Kriegs bei etwa 120 Dollar.
Mit der Veröffentlichung der deutschen Verbraucherpreise für März am Nachmittag dürften die ersten Spuren des Iran-Kriegs hierzulande deutlich werden. Im Konsens wird ein Preisanstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet nach zuvor 0,2 Prozent. Im weiteren Wochenverlauf stehen dann die Preisdaten auf gesamteuropäischer Ebene an. "Lässt ein Ende des Iran-Kriegs weiter auf sich warten, dürfte die Teuerungsrate in den kommenden Monaten weiter zulegen", so die Commerzbank. Die EZB könnte sich zum Handeln gezwungen sehen.