Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Niedergang des britischen Einzelhandels: Shoe Zone stürzen ab

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Die Leerstandsquote in den Innenstädten stieg im Juli auf 10,3 Prozent.

(Foto: REUTERS)

Der britische Schuhhändler Shoe Zone bekommt die angespannte Lage im britischen Einzelhandel krass zu spüren.

Shoe Zone
Shoe Zone 112,50

Das Unternehmen, das 550 Läden in Großbritannien und Irland betreibt, kann die Geschäftsziele für das laufenden Jahr nicht mehr erreichen. Firmenchef Nick Davis zieht die Konsequenzen und erklärt seinen Rücktritt.

Vor allem massive Wertminderungen bei Immobilien setzen Shoe Zone zu. Die Aktien brechen zeitweise um 40 Prozent ein.

Es ist nur die jüngste Episode in Großbritanniens Einzelhandelskrise: Es stehen so viele Läden leer wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Der Branche setzt, so wie in anderen Ländern auch, der boomende Online-Handel zu. Die Brexit-Aussichten verstärken das Problem allerdings noch. Das britische Pfund hat massiv entwertet. Da die Löhne und Gehälter in Großbritannien nur sehr langsam steigen, haben die Menschen heute deutlich weniger Geld in der Tasche.

Verschwunden sind bislang die Kaufhauskette House of Fraser, der Elektronikfachhandel Maplin, die Billig-Supermarktkette Poundworld und die Spielwarenkette Toys R Us UK. Selbst Marks & Spencer, gewissermaßen ein Muss in britischen Einkaufsstraßen, kündigte an, bis 2022 hundert Filialen zu schließen. Tausende Beschäftige haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren.

Quelle: n-tv.de