Der Börsen-TagNikkei mit längster Aufwärtsserie seit 1961
Wiederaufgeflammte Hoffnungen auf einen US-Wirtschaftsboom haben dem Nikkei-Index den 14. Tagesgewinn in Folge beschert. Das ist die längste Serie seit 1961. Der japanische Leitindex schloss zum Abschluss der Handelswoche knapp im Plus bei 21.458 Punkten.
"Der Markt ist hin- und hergerissen zwischen den Anlegern, die Gewinne mitnehmen und denjenigen, die die Kurse weiter nach oben treiben wollen", sagte Analyst Yutaka Miura von der Investmentbank Mizhuo. Genährt wurde der Konjunkturoptimismus von der Überwindung einer Hürde auf dem Weg zur geplanten Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trump.
Unter Verkaufsdruck standen in Tokio dagegen Apple-Zulieferer wie Murata, Alps und Foster, deren Aktien bis zu 3,1 Prozent verloren. Einem Medienbericht zufolge kürzt der US-Konzern wegen eines schwächelnden Absatzes für die iPhone-Modelle 8 und 8 Plus die Bestellungen bei den Zulieferern um 50 Prozent. Apple-Titel verloren daraufhin an der Wall Street 2,4 Prozent.
Auch in Südkorea setzten Anleger auf Wirtschaftswachstum, nachdem die dortige Zentralbank ihre Prognosen angehoben hatte. Deren Experten stellten ein Plus von drei Prozent in Aussicht. In Seoul legte der Kospi daraufhin 0,5 Prozent zu.